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3+ geniale pflanzliche Lederalternativen für deine veganen Produkte

Wahrscheinlich hast du dich mit dem Material Leder schon intensiv befasst. Will dein Unternehmen Tiere und Mensch schützen, geht Leder anders. Mit Pflanzen.

Die hier vorgestellten veganen Lederalternativen lassen sich aus Teilen einer Pflanze entwickeln: der Frucht, des Stamms und den Blättern. Neben Herstellerinformationen, falls verfügbar, sowie Produkten, kommentiere ich bezüglich der Vermarktbarkeit.

Fruchtleder für Adam und Eva

Auch wenn in diesem Bereich noch viel experimentiert wird, ist es möglich aus Früchten Leder herzustellen. Hier zwar weniger bekannt, jedoch in manchen Ländern werden Früchte zum Verzehr als Masse zerkleinert, erhitzt, flach getrocknet und aufgerollt. Dieses Verfahren kann verfeinert werden, um eine haltbare Lederalternative zu erstellen.

Apfelleder: recycelt aus Früchten

Äpfel in Box
Foto: Äpfel in Box, unsplash.com, joanna nix

Es ist beispielsweise dem italienischen Unternehmen Frumat gelungen, Apfelleder zu kreieren. Frumat entwickelt nützliche Materialien und Produkte aus den Resten der Industrieproduktion. So wurde aus Apfelschalen und weiteren Apfelresten ein nachhaltiges, veganes Apfelleder konstruiert.

Beispiele mit Apfelleder

Frumats Apfelleder verwenden schon einige Unternehmen. So nutzt Happy Genie, eine Luxusmarke aus der Schweiz, das Apfelleder für seine Handtaschen. Der italienische Hersteller Veeraah stellt Schuhe aus dem Material her.

Wie bekomme ich/wir das Apfelleder?

Nehme Kontakt mit dem Hersteller Frumat auf.

Vermarktung vom Produkt

Obwohl die Haltbarkeit von Apfelleder in Frage gestellt werden könnte, bietet das Material scheinbar alle Möglichkeiten eines Leders. Für deine vegan konzipierten Produkte ist es ein Weg, um eine Alternative zu bieten und sich zu differenzieren.

Vermerk: Sicherlich gibt es noch andere Fruchtsorten oder -Gemische, von denen es sich lohnen könnte Fruchtleder zu entwickeln.

Leder von Baumstämmen

Baumstaemme
Foto: Baumstämme, unsplash.com, aleksandar radovanovic

Bei Baumstämmen denkst du wahrscheinlich eher an Papier als an Kork. Von den beiden Lederalternativen ist jedoch der Kork nachhaltiger, da ein Baum nicht gefällt, sondern lediglich ein Teil der Rinde geschält wird. Die Rinde wächst wieder nach. Angeblich ist das für den Baum kein Problem.

Kork als Lederalternative

Bekannt von Korken für Weinflaschen oder noch moderner: Korkböden, kann Kork außerdem noch so verarbeitet werden, dass es wie Leder einsetzbar ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Leder ist Korkleder ein leichtes und sogar wasserabweisendes Material. Es wird aus dem Korkbaum hergestellt und kann gemasert und gefärbt werden.

Einige Beispiele sind ...

Das Unternehmen Bleed stellt diverse Kleidung, beispielsweise Lederjacken, schon seit 2016 aus Korkleder her. Schuhe aus Korkleder, nicht nur Schuhsohlen, kann man mittlerweile z. B. von Avesu kaufen.

Wo bekomme ich/wir Korkleder?

Es gibt diverse Hersteller. Google Korkleder und suche einen Anbieter heraus, der zu deinem Unternehmen passt.

Vermarktung vom Korkprodukt

Als nachwachsender Rohstoff ist Kork auf jeden Fall eine ideale Lederalternative. Hier gibt es nichts zu beanstanden. Korkleder stehen somit alle Türen für die daraus entwickelten Produkte offen.

Papierleder: wasch- und haltbar

Papierpaket
Foto: Papierpaket, unsplash.com, freestocks org

Papier verwendet die Menschheit schon seit tausenden Jahren. Doch wie wird aus dem Papier etwas, das so stark wie Leder ist und über längere Zeit hält? Papierleder kann aus Zellulose oder aus einer Mischung von Zellulose und Latex hergestellt werden. Diese Materialien lassen sich sogar mit Waschmittel reinigen.

Beispiele des Papierleders

Das italienische Unternehmen Uashmana entwickelt Taschen und Gürtel aus Zellulose.

Wie bekomme ich/wir Papierleder?

Uashmana stellt sein Material für seine Produkte selbst her. Ein weiterer italienischer Hersteller von diversen Lederarten, darunter auch das Papierleder Jacroki® , ist Smart Materials. Hier in Deutschland gibt es zwei bekannte Labels: SnapPap und Urus Vegatex.

Vermarktung vom Produkt aus Papierleder

Eigentlich sollte ein Papierlederprodukt sehr attraktiv für Konsumenten sein. Das deutsche Unternehmen Bleed setzt Papierleder von Smart Materials für Geldbeutel seit kurzer Zeit kommerziell ein. Die Materialen von SnapPap/Urus Vegatex werden momentan lediglich im privaten Do-It-Yourself Bereich genutzt.

Und nun zum Favoriten: das Blattleder.

Blattleder: veganes Leder aus Blättern

Foto: Eukalyptusblätter, unsplash.com, alex loup

Nachdem die erste Verwunderung passé ist, macht es eigentlich viel Sinn Pflanzenblätter für Leder verwenden. Wie das funktioniert, zeige ich dir anhand zweier Beispiele. Vorweg, diese Lederalternativen haben bei den Medien für hohe Aufmerksamkeit gesorgt.

Ananasleder

Eines der bekanntesten Alternativen ist Leder aus den Blättern der Ananas (Abb. Titelbild), die sonst eigentlich entsorgt werden. Das reduziert die Verschwendung von Ressourcen und bringt zusätzliche Einnahmen für die Bauern. Die Spanierin Carmen Hijosa hat das Material (Piñatex ®) so konzipiert, das es völlig tierfrei hergestellt wird. Weitere Informationen darüber finden Sie auf ihrer Firmen FAQ Seite.

Gibt es schon Produkte mit diesem Material?

Beispiele findest du im Portfolio des Unternehmens von Produkten diverser Hersteller.

Wo bekomme ich/wir Piñatex ®?

Du bekommst das Material von Frau Hijosa's Unternehmen Ananas Anam.

Vermarktung vom Produkt

Die Außergewöhnlichkeit dieses Materials ist sicherlich schon ein großes Verkaufsargument im Vergleich zum konventionellen Leder. Hinzu kommt die Sympathie gegenüber des Produkts, da die Frucht ein beliebtes Nahrungsmittel ist.

Eukalyptusleder

Auch aus den Fasern der Blätter des Eukalyptusbaums lässt sich Leder herstellen. So verwendet der deutsche Hersteller Noami Eukalyptus in Verbindung mit recyceltem Polyester, um eine nachhaltige Lederalternative Konsumenten anzubieten.

Was kann daraus gemacht werden?

Noami nutzt das vegane Gemisch für Gürtel.

Vermarktung vom Produkt

Ähnlich wie Ananasleder handelt es sich bei dem pflanzlichen Material um eine exotische Pflanze, die Konsumenten sicherlich bekannt ist. Das Unternehmen und seine Produkte werden von der PETA Tierschutzorganisation empfohlen.

Vermerk: Eventuell lohnt es sich nach weiteren Blattsorten umzuschauen, die ähnlich spektakulär sein könnten.

Fazit: Pflanzliche Lederalternativen werden beachtet

Neben konventionellem Leder gibt es immer mehr geniale Lederalternativen. Dein Unternehmen kann diese Materialien für vegane und oftmals nachhaltige Produkte in den Bereichen Kleidung, Gürtel, Taschen, Schuhe und sogar Möbel verwenden. Ob der Ursprung des Leders die Frucht, der Stamm oder sogar die Blätter sind, diese Produkte genießen eine höhere Aufmerksamkeit.

Autor/in: Iris Mitlacher, Datum (inkl. Änderungen): 23.03.2019